Goldener Ochs

Operette in Bad Ischl

November 12, 2010

Auch in Winter bleibt Bad Ischl seinen Ruf als Operettenstadt treu. Jeden Freitag findet am Nachmittag in der Trinkhalle das Operettencafe statt. Schwungvolle Melodien entführen Sie in eine andere Welt und machen Appetit auf mehr. Wie wär’s also mit einem Besuch des Lehar Festivals im Sommer 2011? 2 Klassiker der Operette stehen am Spielplan
Im weissen Rössl
Paganini
Und wenn Sie schon planen das Lehar Festival 2011 in Bad Ischl zu besuchen, warum es nicht mit einem Aufenthalt im Goldenen Ochs kombinieren? Selbst Franz Lehar zählte jahrelang zu unseren Stammgästen.
Aber warum wurde Bad Ischl eigentlich zur Operettenstadt?
Werfen wir einen Blick in die Vergangenheit:
Bad Ischl, wo die Vertreter der Goldenen und Silbernen Operette ihr Sommerdomizil hatten, war der geeignetste Ort, der Operette zu huldigen: Franz Lehár, Ehrenbürger der Stadt, Stammgast des Goldenen Ochs, schrieb hier seine großen Welterfolge.
Die Operetten Festspiele Bad Ischl wurden 1961 unter dem Namen „Internationale Gesellschaft – Die Operette“ gegründet.
Federführend in den Anfängen waren Bürgermeister Franz Müllegger und Direktor Josef Flandera. Die musikalische und künstlerische Leitung sowie die Intendanz übernahm Professor Eduard Macku, der diese Funktionen bis 1995 innehatte und den großen Erfolg der Ischler Operetten Festspiele festigte. Einige Jahre nach der Gründung wurde die Gesellschaft in einen Verein umgewandelt, dem heute rund 300 Mitglieder angehören.

Eine einschneidende Änderung gab es 1974, als Dr. Silvia Müller die Geschäftsführung des Vereins übernahm. Hervorgegangen aus anfänglich konzertanten Darbietungen kam es nun unter ihrer Leitung zu szenischen Aufführungen. Durch ihr erfolgreiches Konzept wurde Bad Ischl Teil des internationalen Festspielkalenders – das Lehar Festival war geboren. Nachdem Prof. Eduard Macku im Alter von 94 Jahren seine Funktionen im Jahre 1995 zurückgelegt hatte (1999 starb er in Wien), folgte ihm Dr. Silvia Müller auch als Intendantin nach. Die musikalische Leitung lag von 1995 bis 1999 in den Händen von Walter Erla.

In all diesen Jahren stand für die Aufführungen das Kurhaus in Bad Ischl zur Verfügung. Wenn auch kein ideales Theater, so war die Intimität des Raumes beim Publikum beliebt. Aufgrund des aufwändigen Umbaus des Kurhauses spielten die Operetten Festspiele 1998 in der Eishalle Kaltenbach „Der Zigeunerbaron“. Im Anschluss an diese Saison ging Frau Dr. Müller in den Ruhestand und wurde von Dr. Martin C. Turba als Geschäftsführer abgelöst.

1999 wurde das neue Kongress & TheaterHaus mit Franz Lehárs „Paganini“ eröffnet. Unter Bedachtnahme auf die historische Bausubstanz entstand ein Theaterraum mit Orchestergraben, Unterbühne, Schnürböden und allen notwendigen Nebenräumen, der es den Operetten Festspielen Bad Ischl erlaubt, im neuen Jahrtausend große Herausforderungen anzunehmen.

Dr. Michael Lakner übernahm im Jänner 2004 die Intendanz und Geschäftsführung.

Die Lehar Festspiele erhielten zahlreiche Auszeichnungen wie die Nominierung zum „Opernhaus des Jahres 2006“ in der Fachzeitschrift OPERNWELT sowie für die „Beste Gesamtleistung einer Bühne 2006“ wegen des kompetenten Programms des LFBI in der Fachzeitschrift „DIE DEUTSCHE BÜHNE“ im August 2006 und schließlich der Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2006 für die CD-Produktion der beim Lehár Festival 2005 gezeigten Lehár-Operette „EVA“ sind schlagende Beweise für das hohe künstlerische Niveau der Festspiele.

Wir sehen uns im Sommer 2011 in der Operettenstadt Bad Ischl!

DAS KÖNNTE IHNEN AUCH GEFALLEN