Goldener Ochs

Franz Lehar – langjähriger Stammgast des Goldenen Ochs

Mai 27, 2011

Franz Lehar ist nicht nur Namensgeber des gleichnamigen Leharfestivals, welches heuer sein 50jähriges Jubiläum feiert sondern er war auch ein treuer Stammgast der Kaiserstadt, als auch des Goldenen Ochs.
Franz Lehar – geboren am 30. April 1870 in Komorn/Österreich-Ungarn, gestorben am 24. Oktober 1948 in Bad Ischl – war ein österreichischer Komponist ungarischer Herkunft.
Seine musikalische Laufbahn begann er als Orchestermusiker in Wuppertal. Danach wurde er jüngster Militär-Kapellmeister der k.u.k. Armee. In Wien spielte er in der Kapelle seines Vaters und über verschiedene Stationen in der Monarchie arbeitete er sich vor bis zum Nachfolger seines Vaters. Diese Karriere führte ihn nach Pola, Triest, Budapest und von schliesslich von 1899 – 1902 nach Wien. Wien wurde zu seiner Wahlheimat und er widmete sich ab nun ganz den Komponieren der Operetten. Schon seine beiden Erstlingswerke „Wiener Frauen“ und „Der Rastelbinder“ waren erfolgrich. Zu Weltruhm erlangte Franz Lehar durch „Die lustige Witwe“ im Jahre 1905. Schon bald folgten weitere Erfolgsstücke wie „Der Graf von Luxemburg“, „Zigeunerliebe“ und „Eva“.
Ab dem Folgestück „Paganini“ verzichtete Franz Lehar auf das bisher übliche Happy End und setzt ab nun auf opernhaftes Sentiment und Pathos.
Richard Tauber war sein Lieblingstenor. Die Tenorpartien dieser letzten Operetten, wie Das Land des Lächelns  oder Der Zarewitsch schrieb er großteils für Richard Tauber. Seine letzte Operette Giuditta, die er als „musikalische Komödie“ bezeichnete, wurde dann tatsächlich auch 1934 in der Wiener Staatsoper uraufgeführt.

Im Lauf der Jahre zu beträchtlichem Wohlstand gekommen, erwarb Lehár im Jahr 1931 das Schikaneder-Schlössel in Wien-Nußdorf, das bereits Emanuel Schikaneder besaß. Seine Villa in Bad Ischl, in der er im Sommer gern komponierte, vermachte er der Stadt mit der Auflage, daraus ein Lehár-Museum zu bilden. Aus dem Komponistenanteil für Aufführungen seiner Werke in Österreich sollte ein Lehár-Fonds gebildet und die Einkünfte desselben zur Unterstützung unverschuldet in Not geratener alter Menschen verwendet werden. Jedoch sollten keine jungen Talente mit Hilfe dieses Fonds gefördert werden, da, so schrieb Lehár, wahres Talent sich von selbst durchringe und er nicht wünsche, dass dadurch Kunstdilettantismus großgezogen werde.

Lehár gilt zusammen mit Oscar Straus und Leo Fall als Begründer der sogenannten Silbernen Operettenära.  Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Bad Ischl.

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